Alles scheint so, wie es einmal war uns ist doch anders.
Wir wissen alles um uns trügerisch und reagieren doch, als wäre es wahr.
Die Unzulänglichkeit unserer Empfindung transponieren wir in die Fähigkeiten unseres Selbst.
Und unsere Entscheidungen? Sie sind das Produkt aus Wahrnehmung und Trieb.
Unser Wille ist nur noch Ergebnis aus Lüge und Lust.

  Das wirklich Schlimme ist, den Gedanken nicht ausweichen zu können, die nicht gedacht werden wollen, weil der Glaube daran fehlt und er das Schöne im Weltbild zerstört.

  Der Mensch ist kein altruistisches Wesen!
Kein Held, kein Märtyrer, kein Edler
opfert sich uneigennützig für die Sache eines anderen.
Antrieb, jemandem anderen zu helfen, ist der Wille, etwas zu bekommen.
Antrieb, andere zu unerstützen, ist der Drang für bereits Erlangtes Ausgleich zu leisten.
Wie hoch Liebe, Ehre, Anerkennung und andere Dienste bewertet werden, entscheidet nur jeder für sich alleine.
Kaufpreis ist das Leben oder ein Teil davon umgesetzt in Arbeit, Zuneigung oder bloß Zeit.

  Jeder Mensch hat nur sich und sein Leben.
Jeder Einzelne entscheidet für sich nach wahr oder falsch.
Jeder Mensch trägt für sein Leben und seine Folgen die Verantwortung.
Dazu aber muss sich der Mensch seiner selbst bewusst sein!

  Was sagte Schopenhauer zu diesem Blatt?
Was früge Adorno oder auch Jung?
Das Schöne an der Kunst ist nicht der Realismus, sondern dass es wirklich ist.

  Alles geschieht,
oder auch nicht.
Was aber geschieht ist egal,
es geschieht,
deshalb reagieren wir und machen das für uns scheinbar Beste.

 
Der Tag ist so, wie ich mich fühle.
Ich fühle mich so, wie es mein Inneres zulässt.
Mein Körper ist so, wie mein Körper geformt ist.
Körper sind, wie sie die Natur gestaltet.
Die Natur gebiert, wie es die Umwelt ermöglicht.
Die Umwelt ist ein Sammelsurium diverser Edukte.
Körper sind, wie ich sie pflege.
Die Pflege ist das Ergebnis meines Willens.
Mein Wille ist ein Sammelsurium diverser Edukte.
Mein Körper ist ein Spiegel des Zusammenspiels der Edukte.
Mein Inneres ist so, wie ich mich fühle.
Ich fühle mich so, wie es der Tag zulässt.


  Die Tragik des Lebens ist ihr Bewusstsein.

  Ich wache auf und denke: Diversation!
Das ist die Auflösung, das Aufgehen im Ganzen,
assimilierter Teil der Gesamtheit werden,
Teil des anderen werden,
lieben!

  Meine Taten muss ich verantworten.
Gibt es den freien Willen, muss ich zu meinen Entscheidungen stehen.
Mein Zweifel am freien Willen weist die Lust als Triebfeder aus.
Nur?
Womit kann ich die Lust lenken?

  Hätte ich einen freien Willen,
könnte ich mich gegen die Malerei entscheiden.
Ich könnte aufhören zu malen, aufhören zu zeichnen,
aufhören zu klecksen,
aufhören zu patzen,
zu leben,
zu atmen,
zu sein.